„Lebendig, offen und nahbar will ich sein“

„Lebendig, offen und nahbar will ich sein“

„Lebendig, offen und nahbar will ich sein“

# Gemeindeleben

„Lebendig, offen und nahbar will ich sein“

Nach der Wahl durch unseren Konvent und der Bestätigung durch die BEK ist die Nachfolge für unseren in Ruhestand gegangenen Pastor Norbert Harms entschieden: Ab März wird Stefan Detken mit einer halben Stelle neuer Pastor in unserer Gemeinde. Die Besonderheit: Aus seiner Zeit als Vikar und später als Elternzeitvertreter kennen ihn bereits viele unserer Gemeindemitglieder. Im Interview spricht Stefan Detken über seinen Werdegang, seine Motive und Vorstellungen.

Warum haben Sie sich für den Pastorenberuf entschieden?

Durch die Teilhabe in der Jugendarbeit in meiner Gemeinde und das Vorbild des dortigen Pastors. Ich stamme aus der Nähe von Leipzig und glaube, dass bedingt durch die Situation der Gemeinden in der DDR-Zeit die Taufe, Konfirmation, Krippenspiele und kirchlichen Jugendgruppe zu einer besonders hohen Identifikation und Zusammenhalt geführt haben. Der Pastor meiner Gemeinde hat mir mit seinem Engagement für uns ein so gutes Vorbild gegeben, dass ich zuerst in Halle(Saale) und später an der Humboldtuniversität in Berlin Theologie studiert habe (übrigens als erster Geisteswissenschaftler in meiner Familie).

Was hat Sie bewogen, sich auf die Stelle in der Martin-Luther-Gemeinde zu bewerben?

Zunächst einmal erreichte mich die Ausschreibung in einer beruflich passenden Situation. Ich arbeite zur Zeit noch als Vertretung in der Remberti-Gemeinde, hier war aber das definierte Ende der Aufgabe abzusehen. Und auch die Zeit, die man in der BEK nach dem Vikariat im Entsendungsdienst (also als „Springkraft“) in der Regel verbringen soll, hatte ich erfüllt und daher die Möglichkeit und den Wunsch, künftig fest als Gemeindepastor zu arbeiten. Und dann kam ausgerechnet Ihre tolle Gemeinde mit der Ausschreibung, die ich ja schon recht gut kannte und in der ich schon viele nette und engagierte Menschen kennengelernt hatte.

Wie wird ab März dann Ihr Arbeitsalltag aussehen?

Da meine Frau Pastorin in Rablinghausen ist und dort auch eine Residenzpflicht besteht, werden wir mit unseren Kindern dort wohnen bleiben. Ich freue mich darauf, bald regelmäßig mit dem Fahrrad nach Findorff zu kommen, bekannte Personen wiederzusehen und den Gemeindemitgliedern zu zeigen, dass ich für sie da sein will. In den beiden ersten Monaten wird es noch eine Besonderheit geben: Die BEK hat mir für diese Zeit ein Stundenkontigent gegeben, um in der Remberti-Gemeinde meine Konfirmand:innen bis zum Abschluss zu begleiten und auch gottesdienstlich noch einmal auszuhelfen. Diese Regelung lässt mich auch mit einem guten Gefühl ohne schlechtes Gewissen nach Findorff kommen. Meine Vorfreude ist groß!

Welche Ideen bringen Sie in die Martin-Luther-Gemeinde mit, wie man z.B. dem Mitgliederschwund entgegenwirken könnte, der alle Gemeinden, auch unsere, besorgt macht?

Da sollte ich als junger Pastor natürlich nicht mit überhöhten Erwartungen belastet werden. Ich möchte zunächst mit meiner Person als Angebot für die Menschen im Stadtteil da sein, lebendig, aufmerksam, offen und nahbar mit dem Signal: „Ich bin für euch da!“ Daraus lassen sich dann in diesem lebendigen Stadtteil hoffentlich passende Angebote für die Menschen entwickeln.

Das Interview führte Stephan Michael Anfang Februar.


Auszug aus unsere Gemeindebrief "mittendrin" 3'26

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